Seltsame Mischung – „Live“-Test eines „Biermischgetränks“ (noch alle Latten am Zaun?)

Ich bin eben durch eine Filiale einer gelb-blauen Einzelhandelskette geschlendert und sah plötzlich eine Flasche Mixery™ , deren Design mir noch völlig unbekannt war. Für diejenigen, die nicht wissen, was es damit auf sich hat: Die Karlsberg Brauerei vertreibt unter diesem Namen verschiedene Biermischgetränke. Nun bin ich nicht wirklich Fan dieser Tröpfchen, sondern mag nur einige ganz wenige Exemplare dieser Gattung.

Dass man mir als Saarländer eine gewisse Affinität zu der Homburger Brauerei unterstellen nicht absprechen kann, die sich in der Regel nur auf deren Pilsprodukt und das alkoholfreie „Gründels Fresh™“ bezieht,  mag erklären, warum ich mir die Flasche genauer ansah.

Die neue Geschmacksrichtung nennt sich „blend“ und suggeriert genau das, was man sich darunter vorstellt. Die sind tatsächlich hingegangen und haben Bier mit anderem Bier verschnitten.

Mein erster Gedanke war: „Bäh!“
Worauf folgte: „Haben die ‚Saarpälzer‘ denn noch alle Latten am Zaun?“

Ich hab das „Drittelchen“ dann doch gekauft und mal kühl gelegt um es jetzt zu testen. Meine Erfahrung werd ich dann live aufschreiben.

EIne Bierflasche

So sieht die Flasche des Gebräus aus.

Der erste Schluck!

Habs grade geöffnet und kann nur sagen: Erster Eindruck und erster Schluck: Bullenpisse³

Das Zeug ist absolut untrinkbar.

Schaut man sich die Etiketten an, so liest man:

Mixery hat das Bier neu erfunden […] Mixery Blend ist die völlig neue, revolutionäre Art, Bier zu genießen!

Glaubt mir, bei welcher Revolution man dieses Bier auch zur Verpflegung der Genossen eingesetzt hätte, sie wäre im Keim wegen Massenübelkeit erstickt.

Weiter heisst es da:

Der Blend aus spritzig mildem Vollbier und erfrischendem Weizenbier nimmt Dich mit auf eine völlig neue, faszinierende Reise.

Na da bin ich dann aber mal schwerstens gespannt, wo mich diese Reise so hinführt. Momentan sieht es so aus, dass sie mich sogar zur Spüle führen könnte, wo ich das Elixier entsorgen kann, falls ich es nicht bis zum Flaschenboden schaffen sollte.

Zutaten:

Das Bier besteht aus 69% hellem Vollbier und 30% Weizenbier. Zusätzlich kommen dazu: Invertzuckersirup, Zitronengrasextrakt und Ingwerextrakt.

Das Ganze hat sage und schreibe 5 PS, was ich recht viel finde, bedenkt man, dass das normale UrPils grade mal 4,8 Umdrehungen mitbringt.

Geschmack:

Halb leer oder halb volL?

Das Getränk schmeckt absolut nicht herb, sondern hat einen leicht süßlichen Geschmack. Der Weizengeschmack sticht ein wenig raus aber passt absolut nicht mit dem Biergeschmnack zusammen. Die halbe Flasche hab ich getrunken und es sieht so aus, als könnte ich das Zeug doch leertrinken. Letztendlich muss über Geschmack natürlich jeder selbst entscheiden aber ich weiss ganz sicher, dass das das mit das mieseste Bier war, das ich je getrunken habe.

Dennoch finde ich es ziemlich krass, dass Karlsberg auf so ne Idee gekommen ist. Das wär mir ja im Leben nicht eingefallen. Da sieht man mal wieder, dass bei denen ne gute Ideenschmiede am Werk ist.

Man denke auch an den großartigen Werbedesigner, der die grandiosen Plakate für die entwirft.

Ich sag nur „Abhol-Magd“

Ganz geschafft hab ich die Flasche dann doch nicht, den letzten Schluck hab ich grade ausgekippt.

Flasche leer!

Vielleicht hätte ich vorher diesen Blogbeitrag auf lieblingsbier lesen sollen…

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